Christiane Ringleb
 
Praxis für Systemisch Integrative Paartherapie, Familientherapie, Familien-/ Umgangsmediation

Modul 1

Wie unser biografischer Hintergrund unsere Liebesbeziehung beeinflusst! & "Raus aus unseren destruktiven Mustern!"



PRÄGUNG

Wenn ich mich meinem Partner gegenüber ohnmächtig und hilflos fühle, befinde ich mich in der Regel im Kindheitsmodus!

In einer Liebesbeziehung inszenieren wir immer wieder Situationen, die wir aus unserer Kindheit kennen. Manches davon ist uns bewusst und manches ist un- bzw. vorbewusst. 

Das Bewusstwerden dieser Prägungen hilft uns achtsamer, glücklicher und lebendiger miteinander zu sein!

BINDUNG

Liebe ist (Ver-)Bindung!
Die wichtigste Kindheitsprägung ist die Prägung in Bezug auf unser Bindungserleben! In den ersten frühen Jahren unserer Kindheit wird der Boden bereitet für sogenannte ‚Bindungsrepräsentationen‘. Diese Bindungsrepräsentationen wirken wie ‚innere Prototypen‘ bzw. innere Wahrnehmungsmuster, die wir nutzen, um die Welt - so auch das Verhalten unserer BeziehungspartnerInnen - zu interpretieren. Darüber hinaus beeinflussen sie unsere Bindungs-Bedürfnisse, die wir an unseren Partner bzw. Partnerin richten. Letztendlich nehmen sie Einfluss auf die Wahl eines potenziellen Partners und auf das potenzielle und tatsächliche Scheitern und Gelingen einer Beziehung.


Das gegenseitige Verstehen unserer frühen Bindungserfahrungen führt dazu, sich selbst und gegenseitig besser annehmen, aufeinander einstimmen und unterstützen zu können! All dies führt schlussendlich zu mehr Sicherheit und Vertrauen in unserer 
Paarbeziehung.


DIE ZÄHMUNG DES 

SÄBELZAHNTIGERS


Unsere PartnerIn ist nicht (nur) so, wie wir sie/ihn sehen!
Nicht geheilte, bedeutsame Verletzungen aus der Kindheit schärfen unsere Wahrnehmung gegenüber Anzeichen, die vermeintlich erneut Verletzungen durch andere Menschen anzeigen. Nicht geheilte Verletzungen bringen uns dazu, in unserer Welt – auch in unserer Paarbeziehung – ständig Ausschau nach dem ‚Säbelzahntiger‘ zu halten! 

Die Kenntnis der Kindheitsverletzungen lässt uns unseren Partner ‚hinter dem Säbelzahntiger erkennen‘!  

Auf der Grundlage innerer Bindungsmuster und nicht geheilter Verletzungen aus der Kindheit entwickeln wir Überlebensstrategien, die wir anwenden, wenn wir uns vermeintlich in Gefahr befinden. Aus einem unreflektierten Aufeinandertreffen diverser Überlebensstrategien (Kampf, Flucht, Erstarren, Beschwichtigen) können sich sehr dysfunktionale Eskalationsmuster entwickeln, die sich zudem verselbständigen können und wie einprogrammiert – sich immer wieder ‚abspielen‘. Im Rahmen der Emotionsfokussierten Paartherapie (Sue Johnson u.a.) wird ein sehr typisches Muster beschrieben: Das „Verfolger/Rückzügler-Muster“ Der Verfolger (netter: Engagierer) möchte über den Konflikt sprechen, möchte Nähe und ‚klammert‘ manchmal aus Angst vor Distanz. Der Rückzügler (netter: Schützer) fühlt sich durch ‚zu viele‘ Emotionen überfordert, braucht Abstand bzw. Raum und zieht sich zurück.
Es soll darum gehen, die ganz individuellen Konfliktmuster und Teufelskreise zu verstehen, um Wege aus ihnen heraus zu finden. In einem gegenseitigen Mitgefühl für unser ‚Geworden-sein‘ finden wir gemeinsam aus unserem Konfliktmuster uns unserem gemeinsamen Teufelskreis heraus.

Die Kenntnis unseres Teufelskreises bringt uns in eine mitfühlende Begegnung!

Genauso wie wir noch nicht geheilte Verletzungen in uns tragen, tragen wir Schätze - besonders schöne Zeiten und Beziehungen aus der Kindheit - in uns. Ähnlich wie unsere tiefen Verletzungen aus der Kindheit uns miteinander ins Wanken bringen können, bereichern unsere "Kindheitsschätze" unser Leben und unsere Paarbeziehung.


Die Schätze unseres Partners/unserer Partnerin machen uns vollständiger.










Praxis PaarErleben, Unter den Eichen 29, 40625 Düsseldorf, praxis[at]paarerleben.de, o211- 2098613
 
 
 
 
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